Greenwashing – Nicht alles was „Grün“ aussieht, ist auch Naturkosmetik!

von | 17 Feb 2019 | Nachhaltigkeit, Umwelt

Ob im Fernsehen, in Zeitschriften oder als Werbung im Internet – oft werden „grüne“ Produkte vorgestellt. Dies suggeriert den potenziellen Käufern, dass die Produkte nachhaltig sind. Meist sind die Verpackungen mit Pflanzen oder andere Elemente der Umwelt versehen und erzeugen so einen guten Eindruck. Da die Reputation eines Unternehmens von seinem ökologischen und sozialen Engagement geprägt wird, greifen viele Unternehmen auf die Methode zurück. Das suggerieren von „grünen“ bzw. „nachhaltigen“ Produkten, obwohl diese es nicht sind, nennt sich Greenwashing!

Greenwashing heißt übersetzt „grünwaschen“ und bezieht sich auf die immer mehr verbreiteten PR-Methoden. Das Image des Unternehmens soll durch die Methoden umweltfreundlich erscheinen. Durch die Farbe Grün wird auf die Natur angespielt, welches bei vielen im Einklang mit umweltfreundlich bzw. umweltbewusst steht.

Nicht nur die gewählte Farbe bzw. die gewählten Bilder manipulieren den potenziellen Käufer, oft werden auch Unternehmensaktivitäten in den Vordergrund gestellt. Die Produkte werden fair gehandelt, bei dem Kauf von dem Produkt spenden wir ein paar Cent an die Arbeiter usw. sind nur einige Beispiele. Das Unternehmen stellt sich als die Guten da, während die Produkte jedoch auf z. B. Palmöl zurückgreifen und so für die Abholzung des Regenwaldes mitverantwortlich sind.

Nicht immer ist Naturkosmetik drin, wo Natur draufsteht!

Gerade große Unternehmen greifen auf diese Methode zurück, während oft kleine Unternehmen richtige Naturkosmetik und fair-produzierte Produkte in kleinen Mengen anbietet. Selbstverständlich ist der Preis etwas Höher, da die Zutaten oft nachhaltig sind und aus einem biologischen Anbau stammen. Entsprechend sollte sich jeder selbst Fragen, ob es sich gerade um Greenwashing handelt, oder man bereit ist, mehr Geld für wirklich nachhaltige Produkte auszugeben.

4 Tipps, um nachhaltige Produkte zu erkennen!

Mit den Hintergrundwissen kannst du nun einzelne Produkte direkt hinterfragen und dich selbst davon überzeugen, ob das Unternehmen Greenwashing betreibt oder wirklich nachhaltige Produkte produziert. Um diese zu erkennen, habe ich dir ein paar hilfreiche Tipps zusammengefasst!

Nutze Apps! Verschiedene Apps wie Codecheck oder Label-App scannen den Barcode des Produktes und zeigen dir, was sich in den Produkten befindet und wie umweltfreundlich sie sind. So erkennst du auf einem Blick, ob auch wirklich auf Mikroplastik und Co. verzichtet wird und ob das Produkt zertifiziert ist.
Achte auf Zertifizierungen! Fast alle Unternehmen lassen ihre Naturkosmetik bzw. Bio-Produkte zertifizieren. Achte also auf der Verpackung auf ein gültiges Siegel! Wobei klar gesagt werden muss, dass es keine staatliche Zertifizierung gibt, sondern viele verschiedene und bei jedem die Voraussetzungen anders definiert sind.
Testergebnisse lesen! Die Zeitschrift ÖkoTest vergleicht oft verschiedene Produkte und weist auf die Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit der Produkte hin. Ein Blick lohnt sich immer, um einen groben Überblick über die Auswahl an Produkten zu haben.

Verzicht auf Plastik! Nachhaltige Produkte halten sich möglichst von Plastik fern und verwenden eher Verpackungen aus recycelbarer Pappe oder ähnliches. Auch die verwendeten Materialen sollten nicht aus Kunststoff bestehen, sondern z. B. Bambus!

Mit den Tipps und Lesen der Produkte wird dir schnell klar, ob du ein Greenwashing-Produkt vor dir hast, oder ein zertifiziertes Produkt. Wenn du nachhaltiger Leben und die Belastung der Umwelt reduzieren möchtest, recherchiere vor dem nächsten Kauf und frag nach Erfahrungen im Freundes- und Bekanntenkreis!

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